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Kufstein - Lichtprojektion als Symbol der Solidarität



Kufstein sendet Signal zur grenzübergreifenden Verbundenheit

Am 7. Mai 2020 wurde die Festung Kufstein durch eine Lichtprojektion zum Symbol der Solidarität

Kufstein (ots|wro) - Kufstein, die Perle am grünen Inn, ist historisch eng mit dem angrenzen-
den Bayern verbunden. Die Festung Kufstein war Jahrhunderte lang das Objekt der Begier-
de zahlreicher Grenzstreitigkeiten. Das Kufsteinerland wurde erst 1814 dauerhaft Tirol zugesprochen. In Kufstein selbst wird ein freundschaftliches Verhältnis zum deutschen Nachbarn gelebt, und besonders jetzt in der Zeit der Grenzschließungen und Ausgangs-
sperren merkt man auf beiden Seiten der Grenze, wie sehr diese Verbindung nun fehlt. Aus diesem Grund setzt Kufstein ein leuchtendes Zeichen – am 7. Mai um 21 Uhr wurde auf die Festung die EU-Flagge projektiert. Die Festung Kufstein selbst öffnet am 30. Mai 2020 wieder ihre Pforten für Besucher.

Kufstein setzte ein leuchtendes Zeichen. Bild: TVB Kufsteinerland/Hans Osterauer

Die Sterne des EU-Emblems stehen für die Zusammengehörigkeit, die für die Kufsteiner Bevölkerung, den Handel und nicht zuletzt den Tourismus integraler Bestandteil des täglichen Lebens war und ist. Mit Corona wurde die so gewohnte Reisefreiheit abrupt verändert – plötz-
lich wurde angehalten, kontrolliert und auch gestraft. Für das offene und gesellige Volk des Kufsteinerlandes und seine Nachbarn ein herber Schlag.

Lena Maier aus Erl erzählt: „Wer direkt an der Grenze wohnt wie wir, lebt eigentlich auf beiden Seiten. Die Grenze existierte für uns immer nur theoretisch und jeder hat Freunde, Verwandte auf der „anderen Seite“. Normalerweise besuche ich meine beste Freundin in Oberaudorf mit dem Rad und nehme einfach die Holzbrücke über den Inn. Von einem Tag auf den anderen war der Übergang mit einem Holzverschlag dichtgemacht. Ein eigenartiges Gefühl sich nicht mehr nah sein zu können.“

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Auch touristisch lebt das Kufsteinerland von dieser geschichtlich gewachsenen Verbindung. „Mit der Grenzschließung wurde sprichwörtlich eine Le-
bensader durschnitten. Der Besucherfluss aus dem grenznahen Bayern ist für uns wirtschaftlich lebens-
notwendig. Viele Betriebe, ob Handel oder Touris-
mus, leben von der offenen Grenze nach Deutsch-
land. Heute Abend setzen wir in Kufstein ein Zeichen der Solidarität. Jeden Mittag tönt das Heldenorgel-
konzert bis nach Bayern und auch die Strahlkraft der Festung geht über die Grenzen Tirols hinaus“, unter-
streicht Georg Hörhager, Obmann des Tourismus-
verband Kufsteinerland die Aktion. „Unsere Kuf-
steinerlandCard bietet den Gästen bis nach Bayern und Salzburg hinein zahlreiche Leistungen“, betont Stefan Pühringer, Geschäftsführer des Verbandes, die intensive Verbundenheit mit den Nachbarn.

Das Angebot nach Deutschland öffnet Gästen der Region dank der KufsteinerlandCard zahlreiche Programmpunkte in einem Umkreis von 120 Kilo-
metern von Bayern über Tirol bis nach Salzburg. Auch grenzüberschreitende Busse, wie der EUREGIO Bus nach Schliersee, sind in der Card enthalten.

Erl liegt direkt an der Grenze und am Kranzhorn steht man mit einem Bein auf deutschem und mit dem anderen auf österreichischem Boden. So wie Lena geht es vielen im Kufsteinerland. Durch die Grenzschließung wurde so manchem Einhei-
mischen der Unteren Schranne der Weg in die Arbeit erschwert. Kurze Grenzübertrittswege konnten von einem Tag auf den Anderen nicht mehr genutzt werden. Plötzlich war die Grenze keine symbolische mehr.

Eine Autorin aus Kufstein erzählt von ihrem Erlebnis, bei dem sie nach langer Arbeit ihr fertiges Buch aus einer Druckerei in Oberaudorf abholen wollte: „Wie gewohnt fuhr ich über die grüne Grenze nach Oberaudorf und holte mein sehnlich erwartetes Werk. Wie so oft nahm ich dann die Autobahn zurück. Dieser Weg fand ein abruptes Ende, denn ich durfte laut Grenzbe-
amten nur wieder einreisen, wenn ich mich in 14-tägige Quarantäne begäbe. Da ich in Oberaudorf mit niemanden Kontakt hatte, ließ man mich passieren. Eine 2-wöchige Hausquarantäne wäre für meine 93-jährige fast blinde Mutter, die ich pflege, furchtbar gewesen!“

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