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Martin Baart und der Ingenieur Ali Pirbhai bei der schwimmenden Solaranlage für die Blumenfarm Rift Valley Roses in Kenia. Foto: djd/
ecoligo.investments/Yves Didier

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Blumenfarm Simbi Roses in Kenia. Die Energieversorgung erfolgt über eine moderne Solaranlage. Foto: djd/ecoligo.investments

Martin Baart (links) und Markus Schwaninger sind die Gründer des Berliner Unternehmens Ecoligo, das Solarprojekte in Schwellenländern umsetzt. Foto: djd/ecoligo.
investments

ecoligo - Schwellenländer unterstützen


Schwellenländer im Kampf gegen die Klimakrise unterstützen
So können deutsche Anleger einen Beitrag zum Ausbau der Solarenergie leisten

Ein Ingenieur bereitet sich auf die Installation von Kenias erster schwimmender Solaranlage vor. Foto: djd/ecoligo.investments/
Paul Kidero

Amberg (djd|wro) - Nach Eindämmung der Corona-Pandemie wird der weltweite Kampf gegen den Klimawandel wieder in den Fokus rücken. Laut einer aktuellen Studie kann Deutsch-
land das Ziel Klimaneutralität 2045 und damit fünf Jahre früher als geplant erreichen. So hoffnungsvoll die Bemühungen hierzulande sind: Der Kampf gegen die Klimakrise wird vor allem auch in Schwellenländern entschieden. Wie kann man gerade in sonnenreichen Ländern wie Vietnam, Costa Rica oder Kenia den Ausbau erneuerbarer Energien wie der Solarenergie vorantreiben? Und wie können Deutsche
ihren Beitrag dazu leisten?

Deutsche Firma betreibt Solarprojekte
in Schwellenländern

Das Berliner Unternehmen Ecoligo etwa setzt auf ein Modell, das beitragen kann, die Energiewende voranzutreiben: Die Firma plant, finanziert und betreibt Solaranlagen zur Versor-
gung von Unternehmen in Schwellenländern. Aufgrund mangelnder Finanzierungsmöglichkeiten vor Ort bringt

Die Solaranlage für die nachhaltige kenianische Blumenfarm Rift Valley Roses schwimmt platzsparend auf einem Wasserreservoir der Farm. Foto: djd/ecoligo.investments

Ecoligo die Finanzierung mit. Die Firma verantwortet Instal-
lation und Wartung und finanziert Projekte über Investments von Privatanleger*innen aus Deutschland über die online Plattform www.ecoligo.investments. Die Unternehmen vor Ort, die Strom aus den Solaranlagen beziehen, zahlen eine monatliche Gebühr - günstiger als die oft sehr hohen lokalen Strompreise - an die jeweilige lokale Tochtergesellschaft des deutschen Unternehmens. Somit kommt es zu einer Win-win-Situation. Die Solaranlagen werden bis zu 20 Jahre betrieben und gehen anschließend in den Besitz des lokalen Kunden über. Seit 2016 wurden 66 Solarprojekte finanziert, viele wei-
tere sind in Planung. Derzeit wird das größte Finanzierungs-
vorhaben der Firmengeschichte mit der vietnamesischen Firma Kim Duc, Hersteller wieder verwendbarer Einkaufs-
taschen, umgesetzt. Die Anlage wird dem vietnamesischen Unternehmen zur Umstellung auf Ökostrom sowie zur Ein-
sparung von über 2.400 Tonnen CO2 im Jahr verhelfen. Ein weiteres Solarprojekt ist die erste schwimmende Solaranlage Kenias, die die Blumenfarm Rift Valley Roses mit sauberer und bezahlbarer Energie versorgt und von 125 Investor*innen finanziert wurde.

Die schwimmenden Solarmodule für die Blumenfarm Rift Valley Roses in Kenia. Foto: djd/ecoligo.investments